Bei der Erstausrüstung des neuen HS flex hybrid von HERMLE mit dem Spannerhandling von HWR kommt die pneumatische HWR Nullpunktspannplatte von HWR anstelle des Standard-Maschinentischs zum Einsatz (Bild: HWR Spanntechnik)

HOHE FLEXIBILITÄT BEI DER BAUTEILSPANNUNG

HWR

HWR Spanntechnik hat in Zusammenarbeit mit dem Werkzeugmaschinen­hersteller HERMLE eine gemeinsame Lösung für das neue Automations- und Handlingsystem HS flex hybrid entwickelt. Dieses kann jetzt bei HERMLE mit dem Spannerhandling von HWR als Erstausrüstung ab Werk geordert werden, für den Einsatz an den unterschiedlichen Bearbeitungszentren. In der Praxis ergeben sich für Anwender handfeste Vorteile, vor allem im Bereich der Serienfertigung und Spannmittelautomatisierung.

Seit kurzer Zeit sind bereits zwei bau­gleiche Werkzeugmaschinen Typ HERMLE­ C 250 plus HS flex hybrid bei HWR selbst in der Produktion in Betrieb und bewähren sich im Arbeitseinsatz. Die von HWR und HERMLE­ entwickelte Lösung bietet hohe Flexibilität bei gleichzeitig minimalen Rüstzeiten und legt damit die Basis für eine wirtschaftlich hocheffiziente automatisierte Fertigung­. In der auf HWR Spannmittel abgestimmten Ausführung ist das Handling­system HS flex sowohl für die Maschinenmodelle C 12, C 22, C 32 und C 42 sowie für die C 250 als auch C 400 von HERMLE­ direkt ab Werk erhältlich.

Spannertypenwechsel ohne mechanische­ bzw. Software- oder Steuerungs­anpassung, keine Adapterlösung nötig

Beim HWR Spannerhandling ist der Auto­mationsgreifer in der Lage, SOLIDGrip Standard-Spanner von HWR in den drei Größen 155 mm, 205 mm und 255 mm (Grundkörperlänge) direkt zu handhaben und im Magazin ein- und auszulagern. Standardspanner können ohne Modifikationen oder Umbauten verwendet werden, mögliche Backenbreiten sind 77 und 125 mm, auch parallel in der Anlage einsetzbar. Für die Rückseitenbearbeitung kann außerdem z.B. der 5-Achs Zentrierspanner für Konturspannung SOLIDClick­ verwendet werden.

Der Wechsel zwischen den Spannertypen erfolgt ohne jegliche mechanische Umrüst­maßnahmen bzw. Anpassungen der Software- oder Steuerung. Die Spannervarianten können beliebig gegeneinander ausgetauscht und sogar innerhalb eines Fertigungsauftrags kombiniert werden – alles ohne Austausch oder Umbau des Greifers. Der Vorteil: Der Rüstaufwand wird erheblich reduziert, gleichzeitig wird eine maximale Flexibilität bei der Werkstückspannung erreicht.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auf zusätzliche Paletten oder Adapterlösungen verzichtet werden kann. Bereits vorhandene SOLIDGrip Standard-Spanner können direkt in der Automation eingesetzt werden: Auf diese­ Weise lassen sich bestehende Spannmittelbestände weiterverwenden, wodurch sich die Investitionskosten für die Erstaus­stattung der Maschine deutlich reduzieren.

Pneumatische HWR Nullpunktspannplatte statt Standard

Eine Besonderheit ist die Auslegung des Schwenkrundtisches als Systemtisch, bei dem bewusst nicht der Standard-Maschinentisch, sondern die bewährte pneumatische Nullpunktspannplatte von HWR direkt auf der C-Achse aufgebaut zum Einsatz kommt. Dadurch können sämtliche Spannmittel, Vorrichtungen und Aufbauten, die mit HWR SOLIDPoint-Bolzen ausgestattet sind, innerhalb weniger Sekunden sicher und reproduzierbar aufgenommen werden.