Auftakt zur 23. Ausgabe des Branchenwettbewerbs »Excellence in Production« zum Werkzeugbau des Jahres

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Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen zeichnet mit dem Wettbewerb „Excellence in Production“ jährlich die herausragendsten Werkzeug- und Formenbaubetriebe im deutschsprachigen Raum aus. Die Teilnahme ist für alle Unternehmen kostenlos und jeder Teilnehmer erhält einen individuellen Kennzahlenreport, der zur spezifischen Einordnung im Branchenumfeld dient. Startschuss für den Wettbewerb ist der 12. Januar, allerdings können sich interessierte Unternehmen bereits jetzt auf der Wettbewerbswebsite (www.excellence-in-production.de) oder per Mail (eip@wzl.rwth-aachen.de) registrieren.

Das WZL der RWTH Aachen sucht zum 23. Mal den besten Werkzeugbaubetrieb im deutschsprachigen Raum. Die Teilnahme ist für alle Unternehmen kostenlos und unkompliziert. Unternehmen können sich bereits jetzt auf www.excellence-in-production.de oder per Mail an eip@wzl.rwth-aachen.de für die Teilnahme am Wettbewerb registrieren. Am 12. Januar startet der Wettbewerbsdurchlauf für 2026 mit der Freischaltung der Fragebogenphase für die Unternehmen. Die Fragebogenphase ist die erste Stufe eines mehrstufigen Auswahlverfahrens. Im Fragebogen werden in verschiedenen Kategorien und insgesamt etwa 100 Fragen die Bereiche des Werkzeugbaus adressiert und detailliert erfasst.

Die Fragebogenphase ist in zwei Teile aufgeteilt, Teil 1 umfasst etwas 1/3 der Fragen und schneidet alle relevanten Kernbereiche im Unternehmen an und in Teil 2 werden diese Bereiche nochmals tiefgreifender aufgenommen. Die Unterteilung dient dazu den Unternehmen bereits im laufenden Wettbewerbsablauf eine erste Auswertung der in Teil 1 erhobenen Kennzahlen zukommen zu lassen. Um diese zu erhalten, müssen die Unternehmen die etwa 32 Fragen aus Teil 1 bis zum 01. März 2026 ausgefüllt haben. Im Rahmen des zeiten Teils der Fragebogenphase, die am 1. Mai 2026 endet, haben die Unternehmen dann die Möglichkeit, sich durch die Einreichung des vollständigen Fragebogens für die Finalrunde zu qualifizieren.

Zur Evaluation erstellt das Team der Expertinnen und Experten vom Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen anhand eines wissenschaftlich fundierten Kennzahlensystems ein Ranking der Teilnehmenden. Die besten Unternehmen werden dann im nächsten Schritt des mehrstufigen Auswahlverfahrens in einem detaillierten Vor-Ort-Audit von den Expertinnen und Experten des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen analysiert. Basierend auf den Kennzahlenanalysen aus dem Fragebogen und den Auswertungen aus den Vor-Ort-Besuchen der Expertinnen und Experten, entscheidet eine unabhängige Jury aus Vertretern aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Fachverbänden darüber, wer der Werkzeugbau des Jahres 2026 wird. 

Für die Teilnahme am Wettbewerb ist es dabei nicht relevant, aus welchem Bereich im Werkzeug- und Formenbau die Unternehmen stammen. Vom Spritzgießformenhersteller über Blechverarbeitungsexperten bis hin zu Spezialtechnologien können Betriebe aller Bereiche des Werkzeug- und Formenbau teilnehmen. Dies gilt auch in Bezug auf die Unternehmensform. Es können sowohl selbstständige Werkzeugbaubetriebe als auch interne Werkzeugbauabteilungen in produzierenden Unternehmen am Wettbewerb teilnehmen. Die Evaluation im Wettbewerb erfolgt in vier verschiedenen Kategorien, um einen fairen Wettbewerb in den unterschiedlichen Unternehmensformen zu gewährleisten. Neben dem Gesamtsieger über alle Kategorien wird zusätzlich in jeder dieser vier Kategorien ein Kategorie-Sieger gekürt. 

Die Kategorien lauten:

»Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitenden«

»Externer Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitenden«

»Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitenden«

»Interner Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitenden«

Zudem werden unter allen Teilnehmenden des Wettbewerbs zwei weitere Unternehmensbesuche verlost. Die besuchten Unternehmen erhalten auf Grundlage der Eindrücke der Aachener Werkzeugbau-Expertinnen und -Experten ein umfassendes Feedback zu organisatorischen und technologischen Handlungsfeldern im Werkzeugbau.

Das mehrstufige Auswahlverfahren und die gezielte Fokussierung des Fragebogens auf die wesentlichen Inhalte ermöglichen es Unternehmen, zu Beginn mit geringem Aufwand ihr Interesse an der Teilnahme am Wettbewerb zu bekunden. Für Rückfragen während des weiteren Wettbewerbsverlaufs stehen die Ansprechpersonen des WZL der RWTH Aachen zur Verfügung, um eine korrekte Erfassung aller Kennzahlen sicherzustellen. Die Auswertung umfasst etwa 100 Kennzahlen, die den teilnehmenden Unternehmen auch als Ansatzpunkte für Verbesserungen im eigenen Betrieb dienen können.

Excellence in Production: Die Sieger des Jahres 2025 

Der Wettbewerb hat sich in der Werkzeug- und Formenbau-Branche seit über 20 Jahren als Maßstab zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Unternehmen etabliert. Im Rahmen des Wettbewerbs im Jahre 2025, konnte sich der Werkzeugbau der BMW Fahrzeugtechnik GmbH mit dem Werk Eisenach nicht nur als Kategoriesieger in der Kategorie „Interner Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitende“, sondern auch als Gesamtsieger beweisen.

Dabei zeichnete sich BMW insbesondere die ganzheitliche strategische Aufstellung, hohe Prozessreife und außerordentliche Innovationskraft des Werkzeugbaus im Werk Eisenach aus. Die Verleihung des Pokals und des begehrten Titels zum Werkzeugbau des Jahres fand am 12. November vor mehr als 200 Gästen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Aachener Rathaus statt. 

Neben dem Gesamtsieger wurden ebenso die weiteren Kategoriesieger ausgezeichnet.

Die Roto Frank Austria GmbH aus Kalsdorf konnte sich in der Kategorie „Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitende“ als Vordenker im Bereich der Nachhaltigkeit im Werkzeugbau durchsetzen. 

In der Kategorie „Externer Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitende“ konnte die RICO Elastomere Projecting GmbH aus Tahlheim bei Wels den Kategoriesieg davontragen. RICO beeindruckte die Jury sowohl mit einem vorbildlichen Ausbildungsprogramm als auch als hochspezialisierter Anbieter für die Fertigung von hochproduktiven und zuverlässigen Elastomer- und Spritzgießwerkzeugen

In der Kategorie »Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitende« konnte die FORMOTiON GmbH durch ihren einzigartig hohen Digitalisierungsgrad insbesondere in den indirekten, nicht wertschöpfenden Prozessen den Kategoriesieg erringen.

Unterstützung des Wettbewerbs durch starke Partner

Der Wettbewerb »Excellence in Production« wird von den Unternehmen Hasco 

Hasenclever GmbH + Co. KG, als Hauptsponsor, sowie der WBA Aachener 

Werkzeugbau Akademie GmbH, dem Kunststoffcluster Österreich, Swissmem, dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V. und dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. unterstützt. Weitere Unterstützung erhält der Wettbewerb außerdem durch die Fachmesse für additive Technologien »Formnext«. Als Medienpartner berichten die VDI Nachrichten und die Fachzeitschriften FORM+Werkzeug sowie werkzeug&formenbau.

Download der Detailinformationen inklusive Beispielauswertung:
https://www.excellence-in-production.de/wp-content/uploads/Excellence-in-Production-2026_Detailinformationen_sent.pdf

Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen

Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen steht seit mehr als 100 Jahren als Synonym für erfolgreiche und zukunftsweisende Forschung und Innovation auf dem Gebiet der Produktionstechnik.  Dabei steht die Förderung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie mit richtungsweisender Grundlagenforschung, angewandter Forschung sowie mit daraus resultierenden Beratungs- und Implementierungsprojekten im Fokus. Das Werkzeugmaschinenlabor wird von den Professoren Christian Brecher, Robert Schmitt und Günther Schuh geführt.